Ausflug nach Münster

Mit dem Bus in die westfälische Fahrradstadt: Am 1. September unternimmt der „Arbeitskreis Borgeln“ einen Tagesausflug nach Münster.

Früh aufstehen muss wer mitfahren will: Um 8:30 Uhr treffen wir uns an der Gaststätte Kilp im Dorfzentrum. Nicht nur Kultur und Geschichte stehen auf dem Programm: Nach einer gemütlichen Stadtrundfahrt mit dem Doppeldecker-Omnibus steht eine Bootsfahrt auf dem Aasee auf dem Programm und selbstverständlich ist genug Zeit für Mittagessen und Kaffeetrinken. Besichtigen werden wir unter anderem das Mühlenhof-Freilichtmuseum, das ich wie sicher viele andere noch gar nicht kenne.

Anne Schwolle, die bereits den schönen Ausflug nach Kloster Dahlheim im Mai vergangenen Jahres organisierte, hat ein interessantes Programm zusammengestellt. Alle Borgeler sind herzlich eingeladen, mit uns nach Münster zu fahren. (Teilnahmebeitrag: € 35 pro Person. Die Kosten für Speis und Trank trägt jeder selbst.)

Als die Borgeler Schützen einmal ihr Tanzzelt verkaufen wollten

Ein Fundstück aus der Zeitung von 1868, eine Borgeler „Sach- und Lachgeschichte“ möchte ich euch heute präsentieren. Was war da los, als die Borgeler ihr Schützenzelt verkaufen wollten und dann doch nicht? Ein Schildbürgerstreich aus der Börde?

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Fotowettbewerb „Mein Borgeln“

Für den Kalender 2019 suchen wir ein Titelbild!

Ihr denkt an die kommenden Sommerferien und das nächste Jahr ist noch so weit, dass ihr noch gar nicht daran denken mögt? Mir geht’s genauso. Trotzdem macht sich das Kalenderteam schon jetzt an die Arbeit. Wir möchten euch nämlich gerne in ein paar Monaten wieder einen interessanten Kalender präsentieren.

Dafür suchen wir ein Titelbild. Bitte sendet uns eure Fotos. Eurem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wir veröffentlichen, mit eurem Einverständnis und unter Nennung eures Namens (wenn ihr das wollt), jedes Bild hier auf dieser Seite und das oder die schönsten werden das Titelblatt des Kalenders 2019 zieren.

Und los geht’s auf Foto-Safari im schönsten Dorf der Soester Börde: Eine ungewöhnliche Ansicht? Wir freuen uns! Ein Blick in euren Garten? Ein witziger Schnappschuss? Her damit! Ein denkwürdiges Ereignis? Ein Foto von einem Ort oder einer Sache in Borgeln, die euch besonders wichtig ist? Jetzt schon bin ich gespannt auf die Einsendungen, die wir bis zum 1. September 2018 entgegennehmen. — Euer Björn.

Einsendungen bitte an: b.christlieb@ak-heimatgeschichte-borgeln.de
oder einfach in den Briefkasten werfen …

Am Mittwoch bei Kilps in Borgeln

Einladung

Friedrich Hesse, unser Vorsitzender, lädt zu einem „gemütlichen Beisammensein“ ein: Wir treffen uns am Mittwoch, den 6. Juni um 19:30 Uhr in der Gaststätte Kilp in Borgeln. Hoffentlich können wir bei schönem Wetter draußen im Biergarten sitzen. Jede Borgeler*in (jede Borgeler*in by nature) ist herzlich eingeladen.

Trainspotting am Bahnhof Borgeln

Aus dieser Bildperspektive wirkt unser schönes Borgeln fast ein wenig trostlos. Aber der Soester Bahnhof macht in diesem Video auch keine besonders gute Figur … Zufällig bin ich auf das Video des Trainspotters und Youtubers janneptun gestoßen. Bei der Gelegenheit habe ich wirklich kurz nachdenken müssen: Wie war das noch einmal mit der Brücke beim Bahnhof Borgeln? Ach, ja, 2019 nun soll es endlich losgehen

Wertmarken Borgeler Linde

Ein Zufallsfund als Spur in die Vergangenheit?

Konnten die Borgeler an einem heißen Sommertag mit diesen Marken in Steinhoff’s Gastwirtschaft „Zur Borgeler Linde“ ein kühles Bier kaufen? Auch viele Ausflügler aus dem nahen Soest kamen in der Zeit um 1900 gerne zu „Fritz Steinhoff“, um in der Gartenwirtschaft im Schatten der Linden Kaffe und Kuchen zu genießen. Hier gab es einen großen Saal, der noch lange für Tanzveranstaltungen und Schützenfeste genutzt wurde. Viele werden sich noch lebhaft erinnern.

Diese Wertmarken haben wir vor Kurzem zufällig im Handel gefunden und für unsere geschichts- und heimatkundliche Sammlung erworben. Für die quellenkritische, d.h. numismatische, Bewertung sowie die wirtschafts- und sozialgeschichtliche Einordnung brauchen wir eure Hilfe.

Noch ein Rätsel

Vielleicht wurden die abgebildeten Wertmarken von der Steinhoffschen Gastwirtschaft ausgegeben. Oder ist der Ausgabeort ein anderer? Wie sind sie zu datieren, in die 1920er Jahre vielleicht? Wo sind sie hergestellt oder geprägt worden? – Gehören sie überhaupt nach Borgeln?

Foto: Björn Christlieb/ AK Geschichte Borgeln
Erste Beschreibung

Ich versuche mich an einer laienhaften Beschreibung. Über Verbesserungen und Hinweise freue ich mich:

Alle drei Marken sind recht klein und sehr leicht. Das Material der gelblich schimmernden Marke zu (wohl) 10 Pfennig links ist mutmaßlich eine Messinglegierung. Diese mit „F S “ bezeichnete Marke gehört vielleicht auch nach Borgeln. Möglicherweise steht „F S “ für „Fritz Steinhoff“? Die Schreibung „Werth-Marke“ mit „th“ deutet eventuell darauf hin, dass es sich um einen älteren Vorgänger der beiden anderen, silbrig glänzenden Marken handeln könnte.

Av.: WERTH-MARKE || 10 | F S | . . . . . . . (im Perlkreis); Rv.: 10 (im Perlkreis); rund/ Messing(?) / ø ca. 18,5 mm / Stärke ca. 0,75 mm

Die beiden anderen, ungefähr gleich großen Marken zu je 5 und 10 sind ungefähr genauso groß und leicht. Ihr Material ist vielleicht vernickeltes Zink?

Av.: WERT-MARKE || 5 | BORGELERLINDE (im Perlkreis); Rv.: 5 (im Perlkreis); rund/ Zink/Nickel(?) / ø ca. 18,0 mm / Stärke ca. 1,0 mm

Av.: WERT-MARKE || 10 | BORGELERLINDE (im Perlkreis); Rv.: 5 (im Perlkreis); rund/ Zink/Nickel(?) / ø ca. 18,0 mm / Stärke ca. 1,0 mm

Wer kann helfen?

Vielleicht kann uns ein Numismatiker oder Sammler helfen. Fachliteratur und die entsprechenden Wertmarken-Kataloge stehen mir leider nicht zur Verfügung. Dieser Post soll auch ein Experiment für unser Blog sein, offene, unfertige Texte zu veröffentlichen:

Hier sollen nicht vor allem abgeschlossene Geschichten und Forschungsergebnisse, also gewissermaßen „sicheres Wissen“, präsentiert werden. Wir möchten vor allem Fragen aufwerfen, auf Geschichten hinweisen, die es noch zu erzählen gibt. Kurz: Neugierig sollen die Beiträge dieses Blogs machen. Lust auf Entdeckungsreisen in die Vergangenheit möchten wir wecken. Also: MITMACHEN!

Alle interessierten Borgeler und vor allem auch Leserinnen, die „nicht von hier sind“ sind zum Mitraten aufgerufen. Wieviel gibt ein dingliches Relikt, ein kleines, recht unscheinbares Objekt, über unsere Vergangenheit preis?

Gibt es jemanden, der ähnliche Marken besitzt oder uns einen Hinweis geben kann, der vielleicht in eine ganz andere Richtung weist?

Bereits jetzt bin ich gespannt darauf, wie sich diese Geschichte über die drei Marken von der Borgeler Linde entwickeln wird. – Nicht zuletzt möchte ich sensibel machen für die Wichtigkeit auch vermeintlich unscheinbarer, kleiner historischer Zeugnisse. Der „Arbeitskreis Geschichte Borgeln“ freut sich über jeden Zuwachs, den seine geschichts- und heimatkundliche Sammlung erfährt. Jede Postkarte, jedes Foto kann eine unschätzbare Quelle sein – für eine Geschichte, die vielleicht irgendwann einmal jemand entdeckt und zu erzählen beginnt …

 

 

 

 

Reformation in Borgeln, Kap. 7

Dr. Roland Götz: „Borgeln erstreitet die Reformation“,

Ein Vortrag zum Stiftungsfest 2017 in Borgeln, gehalten am 5. März 2017 in der Dorfkirche zu Borgeln

Der altgläubige Pfarrer protestiert – und verliert

Damit war Groithmanns Hinwendung zum Protestantismus gescheitert. Umgehend protestierte er (3. Dezember 1533). Er zweifelte den von Hüttinghaus vorgelegten Vertrag an, den dieser begleitet von seinem Bruder, Schwager und Vetter bei dem Gericht des Rates abgeschlossen hatte. Dieser – leider nicht mehr vorhandene – Vertrag vermerke sein, Groithmanns, Einverständnis mit der Übertragung der Pfarre. Das sei eine Lüge. Und nun argumentiert er wieder ganz als katholischer Geistlicher: Er spricht sowohl jenem Gericht als auch dem Rat das Recht ab, über seine Pfründe zu verfügen. Denn für ihn dürfe nur das Gericht des Patroklistiftes Recht sprechen, und dieses existiere zur Zeit nicht. „Reformation in Borgeln, Kap. 7“ weiterlesen

Reformation in Borgeln, Kap. 6

Dr. Roland Götz: „Borgeln erstreitet die Reformation“,

Ein Vortrag zum Stiftungsfest 2017 in Borgeln, gehalten am 5. März 2017 in der Dorfkirche zu Borgeln

Leben oder Sterben

Die Situation in Soest blieb bis in den Mai hinein gespannt. Das können Sie in dieser Kirche sehen. (An der Inschrift rechts neben der Kanzel: „Wy wylt by dem Evangelio leven und sterven“). In Soest hatten fünf Männer im Weinhaus randaliert und eine Schlägerei angefangen, weil es bei der Vergabe der Stadtwage Getränke nicht mehr umsonst gab wie zuvor. Der Rat befürchtete neue Unruhen und verurteilte die Randalierer mit dem Einverständnis der Zünfte zum Tode. Für ein Bagatelldelikt war das ein viel zu hartes Urteil. Es sollte auf dem Marktplatz vollstreckt werden. „Reformation in Borgeln, Kap. 6“ weiterlesen

Reformation in Borgeln, Kap. 5

Dr. Roland Götz: „Borgeln erstreitet die Reformation“,

Ein Vortrag zum Stiftungsfest 2017 in Borgeln, gehalten am 5. März 2017 in der Dorfkirche zu Borgeln

Die Borgeler plündern den Pfarrhof

Im Jahr 1532 folgten keine weiteren Übergriffe der Anhänger des evangelischen Prädikanten Hüttinghaus. Diesen nahm der Soester Rat nicht zur Kenntnis, obwohl er doch über Vorgänge in Borgeln informiert war. Für ihn war Pastor Groithmann nach wie vor der rechtmäßige Inhaber der Pfarrei in Borgeln. „Reformation in Borgeln, Kap. 5“ weiterlesen